FAQ’s zum Webinar „Bettenaufbereitung“

FAQ’s zum Webinar Hermeskim Bettenaufbereitung

Im Webinar Bettenaufbereitung ergaben sich einige Fragen zum Modul Hermeskim Bettenaufbereitung und hier nun die FAQ’s zum Thema.

Eine einfache Sache sowie das Reinigen eines Bettes, kann im Krankenhaus zu einem kritischen Problem werden. Auf der einen Seite ist der kaufmännische Druck, dass die Belegsdauer des Patienten immer kürzer sein soll. Denn wenn die Kosten zu hoch sind, wird mit dem Zusperren des Krankenhauses gedroht. Auf der anderen Seite sind die Anforderungen der Krankenhaushygiene. Multiresistente Keime, der großzügige Umgang mit Antibiotika und die an manchen Stellen fehlende Disziplin in der Einhaltung von Hygieneregeln macht das Leben im Krankenhaus schwer.

Welche Arten der Bettenaufbereitung gibt es?

Man unterscheidet zwischen der zentralen und dezentralen Bettenaufbereitung.

Eine zentrale Bettenaufbereitung besteht aus einer unreinen und einer reinen Seite und dazwischen liegen Einrichtungen zur Desinfektion und Reinigung. Auf der unreinen Seite sowie in Bereichen, in denen die Bettenreinigung und Bettendesinfektion erfolgt, sind Boden- und Wandbeläge desinfizierbar. Aus hygienischen Gründen sollte das Personal nur durch eine Personenschleuse die reine und die unreine Seite betreten können. Platz für das Auf- und Abrüsten der Betten sowie für das Abstellen der benötigten Materialien kann eingeplant und organisiert werden.

Ist eine dezentrale Reinigung und Desinfektion der Betten auf der jeweiligen Station unvermeidbar, dann darf die Tätigkeit nicht auf dem Stationsflur erfolgen, sondern muss in gesonderten Räumlichkeiten durchgeführt werden. Dies ist zum einen erforderlich, weil in den Gängen zur Reinigung und Desinfektion abgestellte Betten sowie die abgestellten Anbauteile die Verkehrswege einengen als auch die Flucht- und Rettungswege sind und immer frei gehalten werden müssen. Zum anderen sind die Wandbeläge in Krankenhausfluren nicht desinfizierbar.

 

Was sind die Nutzen und Vorteile des Modul Bettenaufbereitung für die Mitarbeiter, Patienten und des Spitals?

  • Betten werden zur gewünschten Zeit gereinigt
  • Stehzeiten der Stationen und Patienten reduzieren sich wesentlich
  • Sicherung der Einhaltung Ihrer Hygienestandards
  • Reduzierung der Reinigungskosten. Kostenintensivere Tiefenreinigungen werden nur mehr bei klarem Bedarf durchgeführt
  • Transparenz im Ablauf der Bettenreinigung. Die Organisationstelefonate gehen gegen Null
  • Pflegemitarbeiter werden entlastet. Sie haben wieder mehr Zeit für den Patienten.

Was sind die Gesundheitsgefahren der Bettenaufbereitung?

  • Infektionsgefahr beim Umgang mit kontaminierten Betten, Anbauteilen und Bettbezügen
  • Umgang mit Gefahrenstoffen bei der Reinigung und Desinfektion
  • Hautgefährdungen durch Feuchtarbeit (Tragen flüssigkeitsdichter Handschuhe, Arbeiten im feuchten Milieu)
  • Ungünstige Körperhaltung beim Ab- und Aufrüsten des Bettes sowie bei der manuellen Reinigung und Desinfektion des Bettgestells
  • Rutschgefahr durch Wasser und andere gleitfördernde Substanzen
  • Gegebenenfalls ungünstige klimatische Verhältnisse
  • Mechanische Gefährdungen, z. B. durch Bettenhebe- und -wendeanlagen

Quellen:

www.sicheres-krankenhaus.de/patientenzimmer/taetigkeiten/bettenaufbereitung

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Kerstin Öxl
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